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Die Quintessenz des Ganzen

Weniger brauchen als ich habe
Weniger verbrauchen als ich produziere
Weniger verschmutzen als ich reinige
Weniger nehmen als ich gebe

Dieses Haus und sein Drumrum sind ein für mich und meine Familie gangbarer Weg, das zu erreichen. Ich will Permakultur in meinem Alltag, ich will mehr Frauen um mich rum, ich will jeden Tag ein bisschen die Welt verbessern. Und ich will ein Haus, in dem all das nicht nur möglich, sondern selbstverständlich ist.

Über mich bzw. uns

FamilienfotoIch bin Anna, 1980 geboren, Mutter von zwei Mädchen und einem Jungen (2004, 2007, und 2011 geboren), Ökofreak, Neuheidin (ihr findet mich in der Reclaiming-Ecke), Netzhexe, und Allround-Geek. Okay, ich bin ziemlich vieles! Und: ich habe wenig Geld – im Großen und Ganzen. Ich könnte mir definitiv kein „normales“ Haus leisten, selbst wenn ich wollte. (Vielleicht nach jahrelangem Sparen.)

Ich wohne im Schwobaländle, in einem kleinen Nest ganz oben auf der Alb namens Heinstetten (auf OpenStreetMap finden). Bis Mitte 2014 waren wir übrigens in Tübingen, da war es zwar schön, aber zum Bauen und eigentlich auch zum Wohnen zu teuer. Und ich will quasi im Alleingang ein Haus für mich und die meinen bauen, hauptsächlich mit cob, was hierzulande fast niemand kennt – und sowieso, also wie jetzt, ganz selber bauen?!

Mittlerweile habe ich meine Familie so weit überzeugt, dass ich meistens von „wir“ spreche. Eigentlich, ganz eigentlich, wünsche ich mir aber, dass dieses WIR sich noch etwas erweitert! Hat also jemand (bevorzugt weiblich und mit Kind/ern) Lust auf ein ganz großes Hausbau-Abenteuer?

Über das Hausprojekt

Grundstück von der Straße (Osten), Mai 2015Wir wollen ein Haus selber aus Wellerlehm, kürzer und englischer cob genannt, bauen. Aber eigentlich ist es nicht ganz richtig, nur über das Haus zu reden. Das Projekt ist vielmehr ein größeres permakulturelles Unterfangen mit dem Haus als prominentem Bestandteil. Aber da gibt’s dann noch eine Draußenküche (mehr Lehm!), ein Anlehngewächshaus und einen fließenden Übergang in den Garten, und gehört eine Pflanzenkläranlage überhaupt mehr zum Haus (weil Haustechnik) oder zum Garten (weil Standort)? Das taucht hier jedenfalls natürlich auch alles auf. Die Entstehungsgeschichte findet ihr beim Projekt.

Was cob eigentlich ist

Cob ist eine traditionelle Lehmbautechnik, die ursprünglich von den britischen Inseln stammt (dort gibt es auch etwa eine halbe Million Bestandsbauten). Vor noch nicht allzu langer Zeit ging ein Waliser nach Amerika und hauchte der Tradition neues Leben ein, probierte rum, schrieb ein Buch etc., und die englischsprachige Welt nahm es mit Begeisterung auf (also die Ökofreaks halt) und fing ebenfalls an zu bauen. Bloß: auf deutsch gibt’s da mal so richtig gar nix. Wer kein Englisch kann, hat hier Weiterbildungsschwierigkeiten. :-\ (Wer genug Englisch kann, bei Kate Edwards gibt’s eine gute Einführung ins Thema.)

Darum also hier ganz kurz: Die Idee ist, eine Lehm-Sand-Stroh-Mischung freihand zu verbauen. Also ohne Verschalung und Stampfen, ohne Ziegel- oder Grünlingproduktion, einfach klatsch! drauf, zurechtpatschen, fertig ist die Laube. Das klingt simpel und ist es auch, der Trick bei der Sache ist die richtige Mischung. Aber alles in allem ist es wirklich eine Technik, die man in allerkürzester Zeit lernen kann.

Ha, ein Update: Mittlerweile habe ich gelernt, dass der hiesige Lehmwellerbau (ziemlich ausgestorben, aber auch da gibt es mehrere zehntausend Bestandsgebäude) dem englischen cob durchaus entspricht. Da war ich mir lange nicht sicher, denn die historischen Beschreibungen klingen ziemlich dilettantisch und nicht so richtig nach etwas, das Hand und Fuß hat – scheint aber ein Problem der jeweiligen Autoren zu sein. Wikipedia hat dazu einen Mini-Artikel.

Beispielbilder

Wenn ihr übrigens bei dem Wort „Lehmhaus“ an einen Matschhügel mit einer grubbeligen Tür und keinen Fenstern oder so etwas in der Art denkt, dann schaut euch unbedingt mein Pinterest-Board „cob house inspirations“ an – da gibt es jede Menge sehr schöne Beispiele dafür, wie Cob-Häuser aussehen können. Wer keinen Pinterest-Zugang hat, kann hier auch schonmal schnuppern:

Folge Annas virtueller Pinnwand Cob house inspirations auf Pinterest.

Über diese Seite

Ich habe diese Seite Anfang Oktober 2013 angefangen, da war schon einiges passiert, aber die tatsächlichen, konkreten Pläne steckten noch in den Kinderschuhen. Ich möchte mit dieser Seite zum einen für eine gute, durchgehende Dokumentation sorgen, zum anderen möchte ich aber auch der Welt (vor allem der deutschsprachigen) zeigen, was alles geht, wenn man nur genug Überzeugung und einen großen Dickschädel mitbringt. Ich möchte mit dem, was ich hier versuche und schaffe, andere inspirieren, zum Nachdenken anregen und zum Nachmachen ermutigen. Vor allem ist es mir wichtig, die allem Anschein nach ziemlich große Sprachbarriere etwas niederzuklopfen, weswegen ich die Seite durchgehend zweisprachig halten will. Englisch für die Anbindung an diverse Communities und Quellen, deutsch fürs Weitergeben. :-) Übrigens heißt das nicht, dass ich die Texte hier übersetze. Es ist eher so, dass ich jeden Text zweimal schreibe und anschließend dreimal hin und her springe, weil mir im Deutschen noch was eingefallen ist, was ich beim Englischen vergessen habe, oder umgekehrt… In der Planungsphase werde ich hier mindestens einmal die Woche was schreiben schreibe ich ungefähr alle ein bis zwei Wochen was, wenn’s dann losgeht mit der Baustelle hoffentlich mindestens jeden zweiten Tag.

Über Dich

Ich bin saumäßig neugierig! Wenn Du nicht gerade zu der Reihe von Leuten gehörst, die mich gebeten haben, sie in irgendeiner Form auf dem Laufenden zu halten: Wer bist Du dann? Womöglich einfach ein zufällig vorbeigesurftes Menschlein? Schreib irgendwo einen Kommentar hin oder mir eine Mail an anna ätt erdhaeuschen pünktchen de. Ich tät mich riesig freuen (und bemühe mich sehr, zeitnah zurückzuschreiben)!