Endlich ein Update, und ein Durchbruch!
Hallo Blog, wie ging es Dir die letzten Jahre? Also ich war hauptsächlich frustriert. Hier habe ich noch gar nie groß drüber geschrieben, aber mein Plan war schon lange, als Test- und vor allem auch als Anschauungsobjekt eine kleine Draußenküche zu bauen – im Prinzip einfach nur ein Lehmofen mit einer Theke und einem Dach drüber. Allerdings bestand mein Bauamt darauf, dass dafür eine volle Baugenehmigung notwendig wäre, inklusive Statiker, Bauleiter und allem Drum und Dran, und da war nichts zu machen. Ich war erschöpft und deprimiert, und nachdem meine Lehmbauträume ja auch (noch) nicht einen besonders großen Teil meines Lebens einnehmen, war ich auch reichlich mit anderen Dingen beschäftigt.
Aber. Ich bin die letzten zwei Jahre so viel gewachsen, und ich gebe diesen Traum nicht auf, basta. Ich baue ein Lehmhaus, und wenn es das letzte ist was ich tue. Und außerdem… immer wenn ich mir dieses Blog wieder ansehe und lese, was ich schon alles geschrieben habe, dann erinnert mich das jedes Mal aufs Neue daran. Ich bin sehr froh, dass ich mir diese Mühe über die Jahre immer wieder gemacht habe – auch wenn es nicht viel ist, da ist richtig gutes Zeug dabei, und das zu lesen hat mich schon oft wieder neu inspiriert.
Leute schreiben mir Mails! Wow!!
Außerdem weiß ich schon gar nicht mehr, wie erstaunlich viele Leute über die Jahre diese völlig vernachlässigte Webseite gefunden und sich die Mühe gemacht haben, mir daraufhin eine Mail zu schreiben! Sogar jetzt, zwei Jahre nach meinem letzten Artikel, kommen immer noch neue Mails – heute erst eine von einer Frau, die gerade mal 30 km von hier entfernt lebt! W H A T. Das ist ebenfalls absolut fantastisch, und erinnert mich auch immer wieder daran, warum ich das hier machen will und dranbleiben will trotz aller Bürokratie, und ich bin euch allen sehr, sehr dankbar, liebe Leser_innen, die mir an irgendeinem Punkt mal geschrieben haben. Von daher, ja ich lebe noch, ich habe mich mächtig weiterentwickelt, und nun fiel kürzlich ein geradezu magischer Durchbruch vom Himmel!
Ein Glücksfall und ein Geistesblitz
Vor ein paar Wochen nahm ich erneut Anlauf und kontaktierte die Ortschaftsrätin meiner Wahl, ob sie mir vielleicht weiterhelfen könnte. Sie hatte Zeit für mich und ich erzählte von meinen wildgewordenen Lehmhausplänen mitten hier in Heinstetten und erklärte, wieso es leider im Moment schon bei der Draußenküche überhaupt nicht rund lief. Und irgendwann meinte ihr Partner, der so halb mitgehört hatte, „Weißt du was dein Genehmigungsproblem lösen würde? Mach einfach vier Räder unter den Ofen.“ Und echt wahr jetzt… ich WUSSTE das ja, aber die Idee kam mir einfach nicht, weil ich den Ofen ja nicht beweglich brauchte! Ein genialer Geistesblitz, und ich bin so froh, dass er zufällig dabeisaß!!
Die Sache ist die, dass man hierzulande ja kleinere Gartenschuppen und sowas schon genehmigungsfrei bauen kann, solange sie nicht größer sind als 40 m³ und sich an den Bebauungsplan halten (falls es einen gibt). Und – das war das Problem – es darf keine Feuerstätte drin sein. Nun scheiden sich da scheint’s die Geister, ob ein Pizzaofen eine Feuerstätte ist oder nicht, denn ich habe online einige Projekte hier in Baden-Württemberg (also gleiche Landesbauordnung!) gefunden, die keine Genehmigung brauchten und meinem ziemlich ähnlich waren. Aber mein Bauamt sagt, ein Pizzaofen ist eine Feuerstätte und damit fertig. Allerdings – hehe – gilt das wiederum nur für fest installierte Feuerstätten – alles was beweglich und nicht fest eingebaut ist, zählt gar nicht! Solange es sich entfernen lässt, geht ein Lehmofen, oder ein Raketenofen, oder ein Pyrolysekocher oder was auch immer!
Da wären wir nun also. Ich trete jetzt gegen meine ursprünglichen Küchenpläne, damit der bewegliche Ofen reinpasst, und warte aktuell auf etwas besseres Wetter. Dann geht’s LOS mit Material holen und Minibagger ausleihen. Das wird so guuuuuuuuuuuuuuuut~! :-D
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